Konservativ

Die operative Therapie des Thoracic‑Outlet‑Syndroms (TOS) wird in der Regel erst nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen in Betracht gezogen. Im Vordergrund steht dabei eine konsequent durchgeführte, strukturierte Physiotherapie über einen ausreichend langen Zeitraum (meist 3–6 Monate).

Ziel der konservativen Behandlung ist die Reduktion von Schmerzen, die Verbesserung der Funktion sowie die Entlastung der komprimierten neurovaskulären Strukturen. Bleibt eine relevante Besserung trotz adäquater Therapie aus, kann von einem Versagen der konservativen Behandlung ausgegangen werden.

Eine operative Therapie wird insbesondere bei folgenden Konstellationen erwogen:

  • therapieresistente Beschwerden trotz mehrmonatiger konservativer Behandlung und medikamentöser Therapie,
  • progrediente neurologische Defizite,
  • oder eine erhebliche Einschränkung der Alltagsaktivitäten.

Insbesondere beim neurogenen TOS sollte zunächst ein konsequentes physiotherapeutisches Behandlungskonzept erfolgen, mit Fokus auf Haltungsoptimierung, muskuläres Gleichgewicht und Dekompression des Thoracic Outlets.

Konservative Therapie in Eigenregie

Nach erfolgreichem Ansprechen auf die initiale konservative Therapie ist die eigenständige Weiterführung der Maßnahmen entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg. Ziel ist es, die erreichte Beschwerdelinderung zu stabilisieren und erneute Kompressionen zu vermeiden.

Hierzu gehören regelmäßige Übungen zur Kräftigung und Mobilisation, eine konsequente Haltungsoptimierung sowie die Anpassung belastender Alltags‑ und Arbeitsgewohnheiten.

Die langfristige Eigenregie stellt damit einen wesentlichen Bestandteil der Therapie dar und trägt maßgeblich dazu bei, Rückfälle zu verhindern und eine operative Behandlung möglichst zu vermeiden.

[Informationsmaterial folgt]

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